Die Berliner Linke hat ein historisches Wahlergebnis erzielt: Erstmals könnte sie das mächtigste Zimmer im Roten Rathaus beziehen. Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp würde dann Regierende Bürgermeisterin von Berlin werden.
Doch bis dahin hat die Partei etliche Herausforderungen zu überwinden: Sie ist innerlich gespalten - und muss jetzt Koalitionspartner finden. Die aber halten die Linke für problematisch, weil sie ein Antisemitismusproblem habe.
Linke Hat Zunächst Den Regierungsauftrag
Möglich wäre rein rechnerisch Rot-Grün-Rot, also eine Koalition aus Linke, Grünen und SPD. Reichen würde es auch für eine Kenia-Koalition aus CDU, Grünen und SPD. Bei dem deutlichen Sieg hat jedoch die Linke erstmal den Regierungsauftrag.
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Die Berliner Linke will regieren, doch interne Probleme im Landesverband nehmen zu. Schon während des Wahlkampfs kam es zu Negativ-Schlagzeilen, weil der Rapper Dahabflex bei einer Parteiveranstaltung öffentlich rief: "Death to the IDF" ("Tod der israelischen Armee").
Clanchef Und Anti-Israel-Aktivist Bei Wahlparty Aufgetaucht
Am Sonntagabend folgte der nächste Skandal: Clanchef Issa Remmo und der Rapper Ibrahim Ibrahim tauchten auf der Neuköllner Wahlparty der Linken auf. Ibrahim gilt als Unterstützer der als extremistisch eingestuften Terrororganisation PFLP ("Volksfront zur Befreiung Palästinas") in Deutschland.
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Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp grenzt sich öffentlich ab. Auch einen Tag nach der Wahl erklärte sie bei der Bundespressekonferenz im Berliner Regierungsviertel:
Spd Fordert Klare Abgrenzung
Ihren möglichen Koalitionspartnern, Grünen und SPD, reichen Aussagen dieser Art nicht aus. Der Berliner Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf verlangt eine klare Botschaft von Eralp. Im Vorfeld hatten die Grünen sich aber offen für Gespräche gezeigt.
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Die SPD war zurückhaltender. Spitzenkandidat Steffen Krach sagte jetzt:
Koalition Unter Linken: Demütigung Für Die Spd?
Für die SPD könnte eine Koalition unter Führung der Linken eine Demütigung sein. Denn die SPD sah sich immer als die Berlin-Partei schlechthin, ihre legendären Bürgermeister von Ernst Reuter bis Willy Brandt hatten Rekordergebnisse von über 60 Prozent eingefahren. Sowohl West-Berlin als nach der Wende auch ganz Berlin waren jahrzehntelang sozialdemokratisch regiert worden. Insofern könnte eine Koalition mit der Linken als Eingeständnis gesehen werden, geschrumpft zu sein - und das sogar zum kleinsten Partner der Linken.
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Linksjugend Will Keine Regierungsbeteiligung
Am Freitag steht auf dem Parteitag der Linken eine Abstimmung auf dem Programm, ob überhaupt Koalitionsgespräche aufgenommen werden sollen. Teile der Linksjugend sind gegen eine Beteiligung an der Regierung, wie die Basisgruppe der Linksjugend solid Neukölln. Mitglied Anjo G. will, dass die Linke in der Opposition bleibt:
Die Linke muss sich nun erstmal sortieren.
Über dieses Thema berichtete das ZDF unter anderem im heute spezial am 21.09.2026 ab 19:25 Uhr und in "Wahl 2026 im ZDF: Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern" am 20.09.2026 ab 17:30 Uhr.
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